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Markess
 Wie weit geht die Verpflichtung von Kindern gegenüber ihren Eltern ?
New Post 06.02.2008 14:55
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Hallo,

eine sehr gute Freundin von mir hat das Problem, dass Ihr Vater seit ca.3 Monaten krank ist. Er muss immer wieder in die Klinik und man weis nie genau, wie sich der Gesundheitsstand sich weiter entwickeln wird.

Ihre Mutter ist durch die Krankheit des Vaters (bzw. ihres Mannes) darauf angewiesen, einige Sachen selbst zu managen und zu erledigen. Dabie zeigt sich, das die Mutter sehr unselbständig ist..

Jetzt zum eigentlichen Problem: Die Tochter (meine gute Freundin) fühlt sich verpflichtet, sich aufopfernd um ihre Eltern zu kümmern. Im Klartext bedeutet das: Tagliche Besuche bei ihrem Vater in der Klinik. "Betreuung" der Mutter bis spät abends (Kochen, Schreibkram erledigen, Termine mit Ärzten ausmachen etc.)

Leider geht diese Verantwortung langsam aber sicher an die Substanz meiner Freundin. Sie ist nervlich fix und fertig, hat kaum noch Zeit für ihr eigenes Leben, ist mit der Situation überfordert, macht sich viele Gedanken um ihre Eltern.

Sie will einerseits, das diese Belastung aufhört, andererseits zeigt sie gegenüber ihrer Eltern nicht, wie schlecht es ihr eigentlich geht. Sie möchte nicht, das sich ihre Eltern noch Sorgen um sie machen....

Wie ich finde, ein echter Teufelskreis.....

Hier jetzt die Fragen, die ich mir stelle (und auf Eure Meinung dazu gespannt bin)

Was würdet ihr in der Situation tun (als Tochter) ?

Ist es in Ordnung, das aufgrund der Verpflichtung das eigene Leben so hinten an steht ?

Wie weit sollte die "Hilfsbereitshaft" gehen ?

Wie kann man den Eltern schonend beibringen, dass diese Situation für ihr Kind eine sehr große Belastung darstellt und die Eltern (speziell die Mutter) ihr Leben selbst in den Grif bekommen muss ?

Wie kann man als Ausenstehender in dieser Situation helfen ?

Viele Fragen und ich hoffe auf gute Antworten.....dafür schon mal herzlichen Dank
Geändert von Markess am 06.02.2008 um 15:21
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Oyreka
 
New Post 06.02.2008 16:59
Oyreka
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Wölfin
   
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Mir fehlen ein paar entscheidende Informationen, z.B. über das Alter der Mutter. Ist sie so alt, dass sie vielleicht schon tüdelig ist? Oder noch jung genug, dass sie lernen kann, sich um Dinge zu kümmern, die ihr bisher immer abgenommen wurden?

Deine Freundin... Wie sähe deren Alltag ohne die neu hinzugekommene Belastung aus? Wie viel kann man auf die ohnehin vorhandenen Pflichten noch draufpacken? z.B. :
Hat sie Mann, Kinder?
Geht sie Arbeiten? Vollzeit? Teilzeit?

Das sind alles Dinge, die man in eine Abwägung einbeziehen muss.

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Dialog ist das, was entsteht, wenn beide zuhören.

Markess
 
New Post 06.02.2008 17:58
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Ja, stimmt, die Info´s sind natürlich wichtig:

Also: Der Vater ist 75, die Mutter auch,

in ihrem bisherigen Alltag hat sie einen eigenen Hausstand, einen zu versorgenden Kater und einen Freund (wobei es da auf Grund der derzeitigen Situation auch schon krieselt... )

Sie arbeitet Vollzeit. Sonst hat sie keine zeitraubenden Hobbies oder so...

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New Post 11.02.2008 21:00
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man sollte sich nie komplett für seine eltern aufopfern...das zerstört einen nur selbst...hab das bei meinem vater miterlebt, er hat sich auch für die pflege seiner mutter (ist mit 87 endlich gestorben) komplett aufgegeben, sich finanziell ruiniert und ist nun ein fall für den psychater...frührente - leben vorbei...das Eigene Leben geht grundsätzlich vor...wofür gibts pflegedienste

mit mir hat er sich übrigens verkracht, weil er das selbe aufopfernde verhalten von mir verlangt hat, was er gegenüber seiner mutter hatte - nun steht er ganz alleine da...
 
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New Post 11.02.2008 21:04
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das klingt schon nach einem extremfall..... meine schwester is geistigzurückgeblieben 28 jahre alt und hat ein Baby von einem mann der sie finanziell ausgeschröpft hat.... also sie kann sich auch nicht um ihre angelegenheiten kümmern... ( korekte kinderpflege, behördengänge) und sie hat Sozialarbeiter die sie unterstützen... eine kommt jedentag für ein paar stunden zu ihr nachhause eine andere regelt antraäge und die ganze bürokratie für sie..... und soetwas muss es doch auch in ihrem fall geben
 
Markess
 
New Post 11.02.2008 23:14
Markess
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Zitat:
Original geschrieben von SandraH.
und sie hat Sozialarbeiter die sie unterstützen... eine kommt jedentag für ein paar stunden zu ihr nachhause eine andere regelt antraäge und die ganze bürokratie für sie..... und soetwas muss es doch auch in ihrem fall geben


Genau das habe ich ihr auch schon mehrmals vorgschlagen bzw. sogar schon einen Termin bei einer Organisation ausgemacht. Aber sie sagt, dass ihre Eltern das nicht wollen und das ihen kein "Fremder" ins Haus kommt. Laut Ihren Aussagen sind die Eltern in dieser Hinsicht stur... In Ihren Augen benötigen sie die externe Hilfe ja auch nicht, weil das Töchterchen ja da ist.......

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New Post 13.02.2008 19:11
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also an "töchterchens" stelle würd ich da mal n "cut" machen....
 
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New Post 14.02.2008 03:59
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Irgendwann muss sie auf jeden FAll mal sagen bis hierhin und nicht weiter denn sonst geht sie dran kaputt...
 
Markess
 
New Post 14.02.2008 14:04
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Ja, das sehe ich genau so.... Nur ist es eben als Außenstehender immer leichter so rein absolut und rationell zu entscheiden; als Betroffene sieht das dann leider aber immer viiiel schwieriger aus....

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New Post 14.02.2008 14:08
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Klar und du wirst ihr da auch nicht reinreden, egal wie oft du redest 12.gif" border="0" alt=";)"/> Sie muss selbst an den Punkt kommen wo es nicht mehr geht bevor sie nach Hilfe fragt 12.gif" border="0" alt=";)"/>
 
Markess
 
New Post 15.02.2008 10:13
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Hmmm... also heisst das, das der "Leidensdruck" noch nicht so hoch ist..... Also werd ich mal beobachten, wie sich die ganze Sache weiter entwickelt......

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Yisadra
 
New Post 15.02.2008 11:22
Yisadra
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~as if by magic~
   
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für mich wäre das gar keine Frage... ich würde alles für meine Eltern tun.


Deine Freundin sollte sich an das für sie zuständige Amt (meist Jugend & Soziales) bzw. an das Sozialamt wenden und sich erkundigen ob ihr Hilfe zusteht.
Ansonsten hilf du ihr doch, nimm ihr ein paar Dinge ab, vielleicht Einkäufe, koch was für sie mit, etc....sie muss das ja nicht alleine durchstehen, wenn sie gute Freunde hat, die ihr beistehen... 12.gif" border="0" alt=";)"/>

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BastiSito
 Re: Wie weit geht die Verpflichtung von Kindern gegenüber ihren Eltern ?
New Post 15.02.2008 11:25
BastiSito
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Der Unersättliche
   
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Zitat:
Original geschrieben von Markess
Viele Fragen und ich hoffe auf gute Antworten.....dafür schon mal herzlichen Dank


Ganz kurze Antwort: Die rechtliche Verantwortung ist klar.

Die emotionale - und von dieser sprichst du hier - definiert jeder für sich. in dem Fall ist diese wohl sehr gross gefasst.

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This time we can UT there, can't we?
Sample1
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Yisadra
 
New Post 15.02.2008 11:26
Yisadra
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~as if by magic~
   
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Zitat:
Original geschrieben von SebastianH.
also an "töchterchens" stelle würd ich da mal n "cut" machen....


du hast ja gut reden... sie liebt ihre Eltern und sie will für sie da sein... wenn du jemand bist, der Leute hintenüberfallen lässt, wenn es schwierig wird, dann tu das... aber verlang das nicht von anderen.

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Markess
 
New Post 15.02.2008 13:33
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Zitat:
Original geschrieben von Yisadra
für mich wäre das gar keine Frage... ich würde alles für meine Eltern tun.


Deine Freundin sollte sich an das für sie zuständige Amt (meist Jugend & Soziales) bzw. an das Sozialamt wenden und sich erkundigen ob ihr Hilfe zusteht.
Ansonsten hilf du ihr doch, nimm ihr ein paar Dinge ab, vielleicht Einkäufe, koch was für sie mit, etc....sie muss das ja nicht alleine durchstehen, wenn sie gute Freunde hat, die ihr beistehen... 12.gif" border="0" alt=";)"/>



Hört sich sehr aufopfernd an. Um in Grundsatz gebe ich Dir ja auch Recht. Problematisch wird es meiner Meinung nach immer dann, wenn die Aufopferung soweit geht, das das eigene Leben des "Kindes" total hinten an steht. Sicher ist dieser Zustand auch für einen überschaubaren Zeitrahmen hinnehmbar, aber es stellt sich die Frage: Wie lang soll oder kann oder darf dieser Zustand andauern ??

Ich helfe ihr bereits, so gut ich das kann.. Eben mit Einkaufen, ihre Haustiere betreuen, Essen machen etc. außerdem haben wir noch einen gemeinsame Bekannte, die ihr auch immer wieder unter die Arme greift. Da aber jeder von uns auch eine eigene Familie hat, ist auch diese Hilfe begrenzt.....
Geändert von Markess am 15.02.2008 um 14:28
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Markess
 Re: Re: Wie weit geht die Verpflichtung von Kindern gegenüber ihren Eltern ?
New Post 15.02.2008 13:37
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Zitat:
Original geschrieben von BastiSito
Ganz kurze Antwort: Die rechtliche Verantwortung ist klar.

Die emotionale - und von dieser sprichst du hier - definiert jeder für sich. in dem Fall ist diese wohl sehr gross gefasst.



Ja, klar, rein rechtlich gesehen gibt´s da wenig zu deuteln... Es geht hier schon um die "moralische Verpflichtung" gegenüber den Eltern....

Und für mich als "Beobachter" der Situation sieht es eben so aus, dass diese Sache für das "Kind" sehr belastend ist und die Lebensqualität so sehr beeinträchtigt, das ich mir eben auch schon Sorgen mache.....

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New Post 15.02.2008 13:47
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Zitat:
Original geschrieben von Markess
Hmmm... also heisst das, das der "Leidensdruck" noch nicht so hoch ist..... Also werd ich mal beobachten, wie sich die ganze Sache weiter entwickelt......
Vielleicht is der Leidensdruck schon gross aber noch net so gross das sie es net mehr schafft 12.gif" border="0" alt=";)"/>

Ich persoenlich bin zu weit weg von meinen Eltern als das ich alles machen koennte, von daher kann ich das nicht nachvollziehen ...
 
 
Yisadra
 
New Post 18.02.2008 08:53
Yisadra
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Zitat:
Original geschrieben von Markess
Hört sich sehr aufopfernd an. Um in Grundsatz gebe ich Dir ja auch Recht. Problematisch wird es meiner Meinung nach immer dann, wenn die Aufopferung soweit geht, das das eigene Leben des "Kindes" total hinten an steht. Sicher ist dieser Zustand auch für einen überschaubaren Zeitrahmen hinnehmbar, aber es stellt sich die Frage: Wie lang soll oder kann oder darf dieser Zustand andauern ??

Ich helfe ihr bereits, so gut ich das kann.. Eben mit Einkaufen, ihre Haustiere betreuen, Essen machen etc. außerdem haben wir noch einen gemeinsame Bekannte, die ihr auch immer wieder unter die Arme greift. Da aber jeder von uns auch eine eigene Familie hat, ist auch diese Hilfe begrenzt.....



Dieses Aufopfern ist ja auch unnötig... was bezweckt sie damit?
Ich glaube kaum, dass ihre Eltern möchten, dass sie sich ihretwegen so extrem aufreibt und auslaugt. Sie muss Klarheit schaffen, mit ihren Eltern einen Plan erstellen, wann, was, wie, wo und in welchem Umfang geschieht.
Märtyrertum und Altruismus bis zum Umkippen hilft weder den Eltern noch ihr.

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Markess
 
New Post 18.02.2008 11:00
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Meine Rede..... ich stehe auch auf dem Standpunkt, dass dieses Aufopfern der falsche Weg ist. Bei den Eltern ist die Meinung über die Hilfe von ihr unterschiedlich. Der Vater sagt ab und an, dass sie nicht in die Klinik zu Besuch kommen soll, aber die Mutter erwartet indirekt vollste Unterstützung der Tochter...

Die Idee mit dem Plan ist gut... werde ich mal versuchen, so zu plazieren....

Immerhin hat sie über´s WE erfahren, das Ihr Vater aus der Klinik entlassen wird. Somit sollte sich die Situation wohl mal entspannen. Wobei ich die Bfürchtung habe, das beim nächsten VOrfall, die Sache wieder von vorne los geht....

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sunshinebabe83
 
New Post 18.02.2008 23:01
sunshinebabe83
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..GeNuSsKäTzChEn..
   
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hm weiß nich, schwieriges thema. ich seh halt beide seiten im altenheim, die kinder, die sich um ihre eltern kümmern und das gern machen und sich übernehmen und ihre eltern dann zu uns bringen und n mega schlechtes gewissen haben, aber eben auch die, die ihre eltern abliefern, nach hause fahren und weiter leben. kommt drauf an, wie die situation vorher zwischen eltern/kind war. ich würd für meine mum alles tun, für meinen vater nich 12.gif" border="0" alt=";)"/> und das aus gutem grund und ohne schlechtes gewissen.

ich find nen täglichen krankenbesuch ehrlich gesagt auch nich sonderlich zeitaufwendig. und so hart wie's klingt, wenn ihre mutter geistig fit is und auch körperlich nich oder nich sonderlich eingeschränkt is, dann wird sie wohl lernen müssen, ihr leben und alles was dazu gehört selbst in die hand zu nehmen. ihr beistehen und mit ihr wege erledigen (großeinkauf, behördengänge usw) find ich eigentlich auch eher 'normal'. wie schonma erwähnt, für pflegerische sachen, essen machen, haushalt in ordnung bringen, dafür gibt es pflegedienste. und da kommt auch nich jeden tag irgendwer anders, sondern jede 2. woche die gleiche person und irgendwann wird sich ihre mutter schon dran gewöhnen 12.gif" border="0" alt=";)"/>

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In the beginning there was nothing. God said, 'Let there be light!' And there was light. There was still nothing, but you could see it a whole lot better
Mein ganz eigener FC :shy: Fotos :flirt: *schmatz* :evil2:
Markess
 
New Post 19.02.2008 08:34
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Danke für das Statement.
Klar das mit den Krankenbesuchen und den Behördergängen ist sicher machbarn (und macht sie ja auch gerne)

Ich merke schon, im Großen und Ganzen läuft es darauf hinaus, den richtigen Weg zu finden, dass die Eltern lernen, auch externe Hilfe anzunehmen.

Außerdem sollten die Eltern nicht Druck auf die Kinder ausüben (so getreu dem Motto: "Aber morgen mittag kommst Du mich auf jeden Fall wieder besuchen, oder ?"

In meinem speziellen Fall ist zumindest jetzt wieder ein bisschen Entspannung eingetreten, da der Vater, wie angekündigt, aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Somit hat sich die Situation derzeit wieder normalisiert....

Nach meiner Meinung eigentlich eine gute Gelegenheit, die Thematik "Fremde Hilfe" ohne Druck ansprechen zu können. Bin ja gespannt, ob Sie das mit ihren Eltern schafft......

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New Post 23.02.2008 02:25
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Ich hoffe es, es wird ihr eben auch helfen, wenn sie Hilfe bekommt. :)
 
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New Post 29.02.2008 18:38
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Original geschrieben von Yisadra
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Ich habe mit meinem Bruder zusammen meinen Vater zu Hause "behalten", weil er hier sterben wollte. Wir drei haben dies shon vor 12 Jahren mit unserer Mutter gemacht. Letze Woche ist er nun erlöst worden. Ich kann aber nur jedem raten, sich dabei nicht zu übernehmen. Ich weiß, das auch die geliebten Eltern, irgendwann Hilfe von dritten annehmen müssen, da man es selber einfach nicht mehr schafft. Abgesehen von der psychologischen Belsatung, zu sehen, wie der Zustand sich jeden Tag verschlechtert. Ich bin aber im Nachhinein froh, ihm diesen Wunsch erfüllt zu haben. Ich hätte mir bestimmt später Vorwürfe gemacht. ABER, irgendwann ist auch der stärkste Mensch am Ende. Diesen Punkt sieht nur der betreffende selber meist nicht, dann ist Intervention von aussen gefragt, evtl. auch mal ein paar "strengere" Diskussionen. Der alte Psychologen-Spruch "Jeder ist für sich selber verantwortlich" stimmt gerade hier, und wer es selbst nicht erkennen kann, braucht dann Hilfe von Familie und Freunden.
 
Markess
 
New Post 03.03.2008 11:03
Markess
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Gruftie-Schreiber
   
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Erst mal Danke für Deinen Beitrag und Respekt vor der Leistung von Dir und Deinem Bruder. Immerhin wart ihr zu zweit und jeder von Euch hat mitgeholfen, dies ist dem Fall meiner Bekannten leider nicht der Fall. Ihr großer Bruder hat den Kontakt zur Familie weitgehend abgebrochen, so daß sie alleine mit der Situation fertig werden muss.

Ich denke, es ist auch entscheidend, wie lange der Zustand anhält, wie gut man selbst (seelisch und körperlich) drauf ist, wie die eigenen familären Verhältnisse sind, wie "stabil" man selbst ist.
Außerdem ist es wichtig (wie Du es ja auch geschrieben hast) das man von "Außenstehenden" Hilfe und Unterstützung bekommt. Denn als Betroffener (mit allen Emotionen etc.) ist es schwer, rationell zu entscheiden wann es genug ist, oder sogar an die eigene Substanz geht. . Und genau dann ist es wichtig jemanden zu haben, der die Sache neutral und mit Verstand bewerten kann.....

Die große Frage ist dann nur, ob die Hilfe von außen angenommen wird....

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bOEphis
 
New Post 28.03.2008 21:59
bOEphis
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grad reingestolpert
   
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also das mit der externen hilfe war bei meinen großeltern genauso. dazu muss ich aber sagen, dass diese altenpflegerinnen praktisch kaum zu tun haben - dh meine großmutter ist nicht bettlegerich oder so. es handelt sich da nicht um einen wirklichen pflegefall.
das kochen usw übernimmt also mein großvater noch.
jo mal aufn punkt: am anfang wollten die auch partout nicht, dass "fremde" ins haus kommen und jetzt funktioniert das ganz normal. es sind ja auch nur 2 oder 3 schwestern, die sich da abwechseln.
 
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